Worauf achten?
Wer einen Online Kreditvergleich durchführen möchte, der sollte sich vorher ein wenig mit den Fachbegriffen auseinander setzen, die dort verwendet werden. Das betrifft zuerst die Abschlussgebühren. Sie werden an einigen Stellen für die Prüfung des Kreditantrages und die Ausfertigung der Kreditunterlagen erhoben und fließen genau wie die laufenden Gebühren für die Führung des Kreditkontos in die effektiven Jahreszinsen mit ein. In den nominalen Zinsen sind solche Nebenkosten nicht mit enthalten, was dazu führt, dass er immer einen niedrigeren Prozentsatz als der effektive Jahreszins ausweist.
Ein weiterer Begriff, der einen bei einem Online Kreditvergleich begegnen kann, ist das Disagio. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie Abschlag. In der Praxis des Kreditwesens bezeichnet das Disagio den Anteil einer Kreditsumme, der von der Bank einbehalten wird. Er stellt de facto eine zusätzliche Sicherheit für die Bank dar, führt aber dazu, dass der Kreditnehmer die Kreditsumme um den Disagioanteil erhöhen muss, was den Kredit wiederum zusätzlich verteuert. Allerdings sollte man auch wissen, dass ein vertraglich vereinbartes Disagio auch einen niedrigeren nominalen Zins mit sich bringen kann. Deshalb ist es beim Auftauchen eines Disagio immer wichtig, sich die gesamten Kreditkosten selbst auszurechnen oder ausrechnen zu lassen, um einen direkten Vergleich zu bekommen.
Stößt man beim Online Kreditvergleich auf die Bezeichnung Konsumkredit oder alternativ Verbraucherkredit, dann handelt es sich um ein Darlehen, für das keine Zweckbindung vereinbart wird. Früher wurde ein solches Darlehen auch aus Hausfrauenkredit bezeichnet. Hier steht die Kreditsumme dem Vertragspartner zur freien Verfügung.
Ein weiteres gutes Stichwort für den Kreditvergleich ist die Zinsbindungsfrist. Schließt man einen Kreditvertrag zu besonders günstigen Konditionen ab, sollte ein möglichst langer Zeitraum der Zinsbindung vereinbart werden. In einer Phase mit hohen Zinsen schneidet man hinsichtlich der Gesamtkosten besser ab, wenn man eine kurze Zinsbindung vereinbart. Die Zinsbindungsfrist ist der Zeitraum, in dem die Bank die Konditionen eines Kreditvertrages nicht verändern darf, es sei denn, es gibt gesetzliche Änderungen, auf Grund derer sie dazu nachweisbar gezwungen wird.